Tipps & Tricks


Zierlinien Aufreibe Buchstaben Einkleben von Fenstereinsätzen Schwer verklebbare Kunststoffe Arbeiten mit Superkleber

Herstellung von Zierlinien ("Absetzstreifen") und "Deko"- Flächen an Modellen:

Das Design moderner Eisenbahnfahrzeuge erfordert vom Modelleisenbahner oftmals ein erhebliches Geschick bei Lackierarbeiten. Grundsätzlich ist zu vermerken, dass vor dem Lackiervorgang alle zu lackierenden Teile gründlich entfettet werden müssen. Um ein "Abheben" der Farbe beim Entfernen der Abdeckstreifen möglichst zu vermeiden, ist es empfehlenswert die zu lackierenden Flächen zusätzlich auch noch mit einem feinen Wasserschleifpapier (Körnung 400 oder 600) aufzuschleifen und anschließend nochmals gründlich zu säubern.

Lackieren Sie die Farbe der Zierlinien oder Flächen vorab. Nachdem diese Lackschicht vollständig ausgehärtet ist, decken Sie dann den Verlauf der gewünschten Streifen oder Flächen mit einem entsprechend breiten Abdeckstreifen - siehe dazu "Herstellung von Abdeckstreifen" - ab und lackieren danach die nächste Farbe. Beachten Sie beim Abdeckvorgang, dass die Abdeckbänder vollflächig gut anliegen, anderenfalls könnte es - dies gilt ganz besonders für wasserlösliche Lacke!! - geschehen, dass die Farbe durch den entstehenden Kapillareffekt stellenweise unter das Klebeband "kriecht" und so unexakte Randzonen "Fahnen", entstehen!

Die Abdeckbänder sollten noch vor dem vollständigen Aushärten der Farbe vorsichtig entfernt werden.

Was jedoch soll ein armer Modellbahner heut´ zu Tage anstellen um die - durch den Computer vom Markt nahezu komplett "wegrationalisierten" - Abdeckbänder zu erhalten?! Ein Streifzug durch die einschlägigen Geschäfte endet nur zu oft in Resignation, denn was man da noch erhält ist entweder ein "ausgetrockneter" Ladenhüter der kaum mehr an den Modellen hält, oder ist für Modellbauzwecke zu wenig flexibel, mitunter leider auch zu breit!

Abhilfe kann dieser kleine Tipp bringen. --

Herstellung von Abdeckstreifen:

Man bekommt sie noch, die guten alten Tuschezeichenfedern wie wir sie noch aus den Reißzeugen kennen. Schleift man die beiden Spitzen an den Außenseiten so an, dass man damit dünne Klebebänder (z.B. TIXO Magic) schneiden kann, ist schon fast alles gewonnen. Jetzt braucht man nur noch eine Kunststoffschneideunterlage wie man sie in jedem besseren Handarbeits- oder Grafikzubehörgeschäft bekommt.

Für den Schneidevorgang wird nun das Klebeband in der benötigten Länge auf die gesäuberte (!!) Schneidunterlage geklebt, die Tuschefeder auf die gewünschte Breite eingestellt und mit Hilfe eines Lineals dann der benötigte Abdeckstreifen aus dem Klebeband herausgeschnitten und anschließend auf das vorlackierte Modell geklebt. Dieses Problem wäre damit gelöst - und noch dazu erheblich variabler und billiger als früher!

Aufbringen von Aufreibebuchstaben und Symbolen:

Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Arbeitsverlauf ist eine saubere und fettfreie Oberfläche.

Sollten Sie Lackfarben (etwa Lacke auf Benzinbasis etc.) verwendet haben die dazu neigen nach dem Aushärten noch Fettanteile abzusondern kann es zu Haltbarkeitsproblemen führen.

Als Anreibewerkzeug empfehlen wir im Handel erhältliche Anreibelöffel und Stifte; ein ausgeschriebener Kugelschreiber ist ebenfalls (bedingt) einsetzbar.

Arbeitsschritte:

Schneiden Sie die Trägerfolie des entsprechende Symbols (Schriftzug etc.) möglichst knapp entlang den Außenkonturen aus und legen Sie dann den ausgeschnittenen Teil

lesbar - also mit der Trägerfolie nach oben - auf eine staubfreie möglichst glatte Unterlage (z.B.: Glasplatte) .

Überkleben Sie nun die Trägerfolie mit einem Selbstklebeband - vorzugsweise TIXO Magic oder ähnlich! - und schneiden dann mit einem scharfen Bastelmesser das anzureibende Element wieder so aus, dass sie die Trägerfolie dann am Modell exakt positioniert mit der Selbstklebefolie befestigen können.

Jetzt können sie das Symbol vorsichtig anreiben. Vorsicht!! - nicht zu starken Druck anwenden da sonst das gewünschte Symbol "flachgeqetscht" und somit unleserlich wird! Je kleiner die Symbole desto leichter muss angerieben werden !!

Den erfolgreichen Verlauf Ihrer Arbeit können Sie so kontrollieren, indem Sie das Klebeband an einer Ecke vorsichtig abheben ("lüften") und nachsehen ob das Symbol schon vollständig am Untergrund haftet oder nicht. Sollte das Symbole noch nicht komplett von der Trägerfolie abgerieben sein, kleben sie das Klebeband wieder fest und setzen den Anreibevorgang fort.

Das aufgeriebene Symbol wird anschließend mit der Schutzfolie bedeckt und nochmals vorsichtig (!!!) "festgerieben".

Allfällig entstandene "Kleberschleier" können dann mit einem in Feinbenzin getauchten Wattestäbchen vorsichtig entfernt werden.

Einkleben von Fenstereinsätzen und Anbringung von Teilen nach dem Lackiervorgang:

Wer kennt ihn nicht - den hartnäckigen weißen Niederschlag von Cyanklebern ??!

Fenstereinsätze können Sie ausschließlich nur mit dem speziellen Industriekleber LOCTITE 460 - siehe unser Lieferprogramm!! - einkleben. Diese Klebertype verhindert durch seine speziell abgestimmte Chemie das gefürchtete "Ausblühen" wie es von fast allen Sekundenklebern bekannt ist.

Hinweis: Bei allen Ihren Klebeprobleme stehen wir Ihnen gerne mit Beratung zur Verfügung - wir sind Klebeprofis!!

Schwer verklebbare Kunststoffe:

Modellbahnern ist weithin bekannt, dass es oftmals Teile an Modellfahrzeugen aufzurüsten gibt, die aus Festigkeitsgründen vielfach aus schwer verklebbaren Kunststoffen gefertigt wurden und daher mit fast nichts dauerhaft eingeklebt werden können (Beispiel: Auftrittstufen der LIMA 1042 u.Ähnl.).

In viele Fällen kann hier der Industriekleber LOCTITE 406 - siehe unser Lieferprogramm! - Hilfe bringen.

Dieser Kleber wurde dafür konzipiert sehr viele Kunststoffe die sonst mit keinem anderen Kleber verklebt werden können, verarbeiten zu können - Wunder kann natürlich auch dieses Produkt nicht wirken!

Hinweis: Bei allen Ihren Klebeprobleme stehen wir Ihnen gerne mit Beratung zur Verfügung - wir sind Klebeprofis!!

Arbeiten mit "Superklebern"

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass es den "Kleber für Alles" nicht gibt. Jede Klebestelle und und vor Allem jedes Material erfordert eine eigene Klebetechnologie. Die folgenden "Tipps für gutes Kleben" sind als Hilfestellung für Ihre Klebeprobleme gedacht.

- Je größer die Klebefläche ist, umso größere Kräfte kann die Klebeverbindung übertragen

- Eine gewisse Oberflächenrauhigkeit unterstützt die Klebekraft der Klebstoffe. Kunststoff- und besonders Metalloberflächen sollten leicht aufgerauht (angeschliffen) werden. Bei Metallen ist Sandstrahlen, sofern Sie die Möglichkeit dazu haben, empfehlenswert.

- Die besten Klebeergebnisse werden mit sauberen, fettfreien Oberflächen erzielt. Verschmutzungen und besonders Fett sollten entweder mit Testbenzin, Aceton, oder Nitroverdünnung (je nach Material) entfernt werden.

- Tragen Sie nur so viel Kleber auf wie zur Spaltfüllung erforderlich ist. Je passgenauer die Teile sind, umso stärker ist die Klebeverbindung und umso schneller die Aushärtung.

- Für schwer verklebbare Kunststoffe wie etwa Polyethylen, Polypropylen oder Silikon setzen Sie ausschließlich den Klebertyp LOCTITE  406 - falls erforderlich gemeinsam mit dem Primer 770 - ein.

- Vor dem Verschließen des Klebergebindes ist das gesamte ausgetretene Kleberprodukt von der Dosierspitze zu entfernen.

- Verwahren Sie die Klebergebinde möglichst im Eiskasten - keinesfalls im Gefrierfach !! - und stellen Sie den Kleber vor dem Einsatz etwas früher aus dem Eiskasten und lassen diesen die Raumtemperatur annehmen!

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